August 1998 

 

Toskana
Im Rausch der Aromen

Für jeden Feinschmecker ist die Toskana ein Schlaraffenland, und daher laden wir Sie zu einem umfangreichen kulinarischen Streifzug durch diese herrliche Region ein.

 

but-sm.gif (1190 Byte) Florenz:
Hauptstadt der Renaissance
 

Florenz

 

 

Mit dem üppig-barocken Florenz gehört die Toskana zweifellos zu den kulturell aufregendsten Regionen Europas. Ein Toskana-Trip wäre kaum vollständig ohne Ponte Vecchio, Michelangelos David oder den Dom in Florenz. Die schrägste Architektenleistung ist jedoch zweifellos der Schiefe Turm von Pisa. Wer die denkmalgeschützte Fehlkonstruktion nicht auslassen möchte, beginnt seinen Streifzug vielleicht dort im äußersten Nordwesten der Provinz. Die Stadt selbst allerdings ist kaum tagesfüllend, so daß sich die Weiterreise nach Osten anbietet.

but-sm.gif (1190 Byte) Chianti
Das rubinrote Herz der Toskana
 

Chianti

 

 

 

Südlich von Florenz ungefähr bis hinunter nach Siena erstreckt sich das Chianti-Gebiet. In den flachen Tälern und an den sanft ansteigenden Hügeln wachsen die Sangiolvese-Trauben, aus denen der Wein überwiegend gemacht wird. Auch wenn der Chianti Classico, der früher synonym für Toskana und mediterrane Leichtigkeit stand, harte Konkurrenz im eigenen Lager aus Montepulciano und Moltacino bekommen hat, finden sich im Chianti noch heute Geheimtips, große Weine und die viel gepriesenen "Super-Toskaner".

but-sm.gif (1190 Byte) San Gimignano
Das Paradies des Vernaccia
 

San Gimignano


 

 

Weißwein aus der Toskana gehört nicht gerade zu der Art von Getränk, bei dessen Name Weinkennern das Wasser im Mund zusammenläuft. Zu widrig ist das Klima, und die Böden sind auch nichts für die weißen Rebsorten. Außer auf den Sandsteinhügeln um San Gimignano. Das haben die Toskaner schon vor 700 Jahren erkannt und den Vernaccia di San Gimignano vor allen Modetrauben, die das schnelle Geld versprachen, gerettet. Die leichten Weißen aus San Gimignano sind heute weltbekannt.

but-sm.gif (1190 Byte) Arezzo und Umland
Der wilde Osten
 

Arezzo

 

 

In der Gegend um die Stadt Arezzo, die in Italien für ihre Antiquitätenmärkte berühmt ist, sieht man weniger Deutsche, Engländer und Amerikaner als anderswo. Die Einheimischen selbst nennen das Gebiet Toscana minore, die kleine Toskana, die erst vor einigen Jahren mit einer Schnellstraße in direkten Kontakt mit dem Rest des Landes trat.
Genau die richtige Gelegenheit, um die Küche auf dem Land kennenzulernen.
Denn Toskana ist nicht überall bistecca fiorentina und Rinderbraten, Hasen, Geflügel und Wild - Tiere, die man vor Ort findet - stehen auf dem dörflichen Speisezettel und viel, viel Gemüse. Dafür spielt Pasta so gut wie keine Rolle. Statt dessen werden Brot und Suppen gereicht. Hier ist die ribollita zu Hause, eine Bohnensuppe mit Brotscheiben, eines der typischsten Gerichte der Toskana.   

but-sm.gif (1190 Byte) Siena und der Süden
Lebendes Mittelalter und etruskische Totenstädte

 

Siena

 

 

Siena ist die zweitgrößte Stadt der Toskana. Nicht mit so spektakulären Kunstsammlungen und Baudenkmälern ausgestattet wie die Hauptstadt. Aber der historische Stadtkern ist groß und original. Ohne die barocke Pracht von Florenz, aber mit dichter Atmosphäre. Hier stehen die Besucher nicht in Viererreihen Schlange - sondern sitzen auf der Piazza beim Kaffee. Das macht Siena so liebenswert. Man muß sich Zeit nehmen. Ein Nachmittag ist zu wenig. Und am besten, man beginnt den Trip in die Geschichte schon im Hotel. Etwas außerhalb im Grünen, aber doch nur zwei Kilometer von der Piazza del Campo, liegt Certosa di Maggiano.

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